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Messer in Passau und Schuhe im Irak.

So. Ich fange nun mal wieder an, so zu schreiben, wie ich es sonst auch immer tue.

Wenn Neonazis in Passau auf offener Straße Mordattentate begehen, auf Polizisten in Zivil, dann kann etwas nicht stimmen. Dann darf etwas nicht stimmen, ganz und gar nicht. Man muss diesen Gedanken nur einmal weiterdenken: Wenn jetzt schon öffentlich Mordattentate verübt werden, würde dies dann nicht pauschal erlaubt sein? Würde es nun zum guten Ton gehören, statt Molotov Cocktails zu werfen, die Messer zu zücken und fröhlich ein Attentat zu starten? Ich hoffe nein. Ich kann es mir nicht vorstellen und will es auch nicht. 

Wie krank muss ein Mensch sein, um einen anderen umbringen zu wollen. Wie tief muss man sinken, um ein anderes Leben auslöschen zu wollen. Sind wir nicht Menschen? Sind wir Tiere? Nein, Tiere würden so etwas nicht tun. Sind wir Monster? Sadistische Monster, die mehr an sich selbst als an andere denken? Mit welcher Moral könnte man dann noch drohen, wenn Moral nur ein nicht ausgefüllter Begriff unter vielen ist?

Es gibt zuviel Leid auf der Welt. Sei es durch Krieg, Hunger, Naturkatastrophen. Doch nur zu oft sind es die Menschen um uns, die uns großes Leid zufügen, dauerhaftes Leid. Seelischen Schmerz kann man nicht einfach lindern, daran liegt das Problem. Wir leben in einer Industrienation, eine reiche Nation, die uns so viele Möglichkeiten gibt uns selbst auszufüllen, unser Lebensziel zu erfüllen und mitunter so abgefüllt zu sein, dass das Leben keinen Sinn mehr macht oder leichte bis schwere Schwierigkeiten bereitet. Bei uns kann dagegen viel getan werden, in anderen Ländern wenig bis nichts. Es fehlt das Geld, der Wille, der Glaube um solche seelischen Krankheiten zu erkennen und zu bannen. Man kann sich nicht auf seelischen Schmerz einlassen, wenn der körperliche zu groß ist. Bei manchen führt der körperliche Schmerz zu seelischem, dann, wenn das Erlebte zu groß ist, um einfach verarbeitet zu werden.

Dies kann sich nicht nur nach Innen äußern, sondern auch nach außen, durch einen Schuhwurf for example. Wenn ein scheidender Präsident von den Kriegserfolgen seines Landes im besiegten Land redet, das soviel Leid erleben musste, kann schon manche Hutschnur / mancher Schnürsenkel reißen. Für mich sehr verständlich und sehr unterstützungswürdig. Wenn man schon Bullshit vollbringt, sollte man nicht noch Salz in die Wunden der Opfer reiben und von einem großen Erfolg faseln. Das ist unmenschlich, dumm und asozial.

In diesem Sinne: Ein Hoch auf den Schuhewerfer, ein trauriges Kopfschütteln für das Leid auf dieser Welt, und Hass an alle Extremisten, die das Recht des Einzelnen für Ideologien aufgeben, welche weder jetzt noch jemals einen Hauch von Intellekt aufwiesen. 

15.12.08 16:49
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kathi. / Website (16.12.08 12:54)
*seuftz* Hast ja schon bei diesem Text die wichtigsten Punkte aufgezählt.Vieleicht dem ein oder anderen die Agen geöffnet,der vorher nicht slebstständig dneken konnte.Aber was soll man schon gegen Kriminalität und die fehlende Moral tun.

Einen anderen Menschen umbringen,der lebt,fühlt,isst und trinkt? Nein.das krig ich garnich gerallt.Entweder ist mein Horzont so beschränkt oder einfach wirklich unfassbar für mich. Weiß nicht. Mensch ist Mensch. Er hat auch manchmal seine wutanfälle.

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